Star-Party vom 18.06.2005 am SGB

von Andreas Müller

 

 

Hallo alle zusammen,
ich möchte an dieser Stelle einfach nur noch mal Danke(!!) sagen
für diese tolle Beobachtungsnacht. Was sehr angetan von der Menge
an Equipment welches sich trotz Fast-Vollmonds da auf dem SGB
versammelt hatte. Michael hat völlig recht, was braucht es Teles-
koptreffen wenn es den ATMN gibt:-) Persönlich bin ich zwar auch
der Meinung das ein Teleskop hauptsächlich zu Durchschauen da ist,
habe aber auch nichts dagegen mal einen oder anderen bewundernden
Blick auf einen 6" f/8 Refraktor oder einen 10" Dobson nebst
eleganter Rockerbox zu werfen. Ganz zu schweigen von Okularen
die mich ob deren Preis und Gewicht vor Neid erblassen
lassen.....

"Bitte 970 Gramm von dem Nagler bitte!"
"Gerne, geschnitten oder am Stück?"

Das der Mann im Mond die meiste Zeit einen makellos wokenfreien
Himmel beschienen hat war zwar ein Wermutstropfen, immerhin machen
aber auch unter solchen Bedingungen auch die Standardobjekte Spaß,
vor allem weil genug Zeit war diese in den verschiedenen Geräten
zu vergleichen. Zusammenfassend habe ich gesehen:

Jupiter, obwohl das Seeing nur für ca. 150 fach gereicht hat.
Trotzdem meinte ich in den Refraktoren eine besseren Kontrast
als in meinem C8 zu erkennen, wärend der vorhandene "dicke"
Dobson bis zu 8 Monde gezeigt hat. Beeindruckend!

M13, leider durch den hellen Himmelhintergrund etwas flau

M57, trotz anderslautender Meinungen für mich im 12 Zöller am schönsten

M31, nur im Fernglas und überhaupt herzhaft lasch. Der Mond und die
niedrige Elevation halt:-(

M27, schön in allen Geräten. Nachdem den Mond untergegegangen war
kamen sogar die Ohren raus;-)

Cirrusnebel: Dank fachlicher Einweisung von Bernhard zumindestens
die Knochenhand im 8 Zöller deutlich gesehen, beim Sturmvogel mußte
ich aber trotzdem passen. Habe ich selber vorher auch schon beobachtet,
es braucht aber IMO trotzdem schon einiges an Erfahrung. Und eine
mondlose Nacht.

M8, kein Problem, das Teil war schon im Standard 8x30 Sucher deutlich
erkennen. Was mich überhaupt beeindruckt hat war das nach
Mitternacht der Schütze bis zum Horizont eindeutig auszumachen war,
was für den Standort spricht.

Ein Stück Waldbeerkuchen von Harry. Sehr lecker, die feinen
Strukturen aus Mürbeteig und Waldbeeren waren trotz Mondlichtes
eindeutig zu identifizieren. Ein echter Genuß zu später Stunde.

Dazu noch Uranus und Mars durch den f/8 von Michael. Leider in der-
maßen starkem Seeing das ein Tischtennispieler seine helle Freude
daran gehabt hätte. Und nicht zu vergessen die vier Iridium Flares
mit bis zu -6mag, wenn ich mich recht entsinne. Oder waren es nur
-4 mag? Egal, zum Schluß noch die ISS visuell und auf 145,800 MHz
(leider nur die Bake, wie üblich), und gegen 4:30 Uhr haben dann
auch die verbliebenen vier Gestalten den Heimweg angetreten.

Schön wars:-)

Nachwirkungen hatte die Nacht leider auch, und ich rede nicht vom
Schlafentzug den ich gottlob noch am gleichen Tag ausgleichen
konnte. Ich rede vielmehr vom Inhalt meiner Brieftasche, vor allem
der Anblick durch das 2" Weitwinkelokular und Sudans TS-Bino haben
es mir angetan. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie den Astro-
händler ihres Vertrauens...


Nochmals vielen Dank an alle, als Individualspechtler sind mir
solche Treffen bisher leider entgangen, dafür der Enthusiasmus
im Moment sehr groß. Danke auch für einiges Lob welches mein
kleines C8 bekommen hat, nach den Modifikationen der letzten
Zeit war leider auch eine komplette Neujustierung fällig. Und wer
ein SC sein Eigen nennt weiss wovon ich rede. Immerhin scheint
das Ergebnis recht gut geworden zu sein, der Kleine hat sich glaube
ich ganz wacker gechlagen:-)


Damit allen eine schöne Woche, Andreas