Das Polarlicht erfolgreich in Bayern eingeführt !

 

In der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober wurden Polarlichterscheinungen
bis nach Italien erwartet. Franz Peter und ich trafen uns wiedermal auf dem Weinberg in
Paunzhausen.

Und was wir erlebten war unbeschreiblich.

Als wir ankamen sahen wir zwar eine lang gestreckte Aufhellung im Norden
dachten aber nicht an ein Polarlicht, da es wie eine Dunstwolke
angeschienen von einer Ortschaft aussah (wir haben noch nie ein Polarlicht livegesehen).

Als ich mit dem Fernglas die Wolke näher untersuchte, sah ich nicht nur
helle sondern auch schwache Sterne durchscheinen.
Es muss also ein Polarlicht sein - und dann begann das Spektakel - gegen
22:07 Uhr MEZ gingen im Nordosten Strahlen von der Aufhellung nach oben
weg, wie zu einem Fächer geformte Strahlen mit rötlichem Schein umgeben.

Ein Polarlichtfeuerwerk baute sich auf - von fast Ost über Nord bis fast
hin in den Westen - Strahlen x-mal so breit wie die von Sky-Beamern
schossen aus der grünlichen Polarlichtwolke fast bis zum Zenit hoch.
Gleichzeitig färbten sich das westliche und das östliche Ende des Polarlichts in ein helles auffälliges Rot. Die Helligkeit des Polarlichts wurde immer stärker bis die Landschaft um den Weinberg in ein schummriges Licht eingehüllt wurde und ich sogar schemenhaft meinen
Schatten sehen konnte.

Wir kamen uns vor wie in Norwegen, so strahlte uns das Polarlichtentgegen.

Gegen 22:35 Uhr MEZ ließen die Strahlen nach und auch der starke
rötliche Schimmer östlich und westlich des Polarlichtes wurde blasser.
Der nördliche Himmel war aber dennoch mit leichtem Rot getränkt.

Nun traf noch ein Dritter bei uns ein – Martin Dietzel.

Immer wieder hellte sich der Himmel auf und wurde rot, das rot verblasste wieder und Strahlen schossen nach oben. Als diese wieder vergingen wurde es wieder rot und das Spiel begann von vorne, aber nicht mehr so grandios wie vorher.
Ab Mitternacht ließ der Föhn nach und die Wolken kamen wieder aus westlicher Richtung zurück.

Die Wolken zeigten uns eindeutig, dass das rötlich bis grünliche licht und die Strahlen hinter den Wolken lagen. So gegen 1:30 Uhr MEZ dominierten die Wolken den Himmel, nur im Südosten waren noch freie Blicke Richtung Sternenhimmel möglich.

Es war so wie bei Sonnenuntergang, wenn die Wolken rötlich von der Sonne leuchten, nur dass jetzt nicht die Wolken leuchteten sondern das Polarlicht, das durch die Wolkenlücken leuchtete. Das wurde durch die sichtbaren Sterne im rötlichen Licht bestätigt.

Eine gigantische Nord-Nacht im Süden Bayerns.