ATMN - Astroleuchte mit 1,5V Batterie


Bau einer LED - Astroleuchte, welche mit einer 1,5V Baterie betrieben wird und sehr Stromsparend arbeitet.
Diese Schaltung ist absolut universell verwendbar, kostet fast nichts und ist sehr zuverlässig und klein.
Um den Nachbau wirklich für jedermann möglich zu machen, habe ich den Entwurf auf einer Lochrasterplatine
gemacht und jeden Arbeitsschritt mit Text und Fotos dokumentiert, das sollte also jeder nachbauen können.



Als erstes benötigen wir ein kleines Stück von einer Lochrasterplatine, die Abmessungen sind 39mm x 17mm
bzw. wir brauchen 15 Löcher in der Breite und 6 Löcher in der Höhe. Direkt unter den 3 hier schwarz markierten
Löchern wird auf der Unterseite der Kupferleiter mit einem 2,5mm Bohrer leicht angesenkt und damit unterbrochen.



Nach oben geklappt sieht das dann auf der Unterseite so aus.



Nun wird bestückt von links nach rechts: Widerstand 150 Ohm, Widerstand 1.800 Ohm, Widerstand 1.800 Ohm.
Für die kleine Drahtbrücke wird ein Stück abgezwickter Draht von einem bereits eingelötetem Widerstand verwendet.



Nun werden die beiden 1nF Kondensatoren eingelötet, bei dem linken ist unter dem Kondensator ein Loch frei.
Der rechte wird im 45° Winkel eingelötet, auf den Seitenansichten weiter unten ist die Ansicht gut abgebildet.



Nun werden die beiden Transistoren, der 12 Ohm Widerstand sowie der 22 µF Elko eingelötet.
Achtung: Die Transistoren müssen genauso wie auf dem Foto gezeigt eingebaut werden, die flache Seite am Gehäuse
muss links sein. Wenn andere Typen verwendet werden ist die Anschlussbelegung zu prüfen, von unten nach oben muss
die Reihenfolge E-B-C sein. Bei dem Elko muss Minus unten sein, das ist erstens auf dem Gehäuse markiert und es
ist das kürzere Anschlussbeinchen, plus ist einige Millimeter länger !



Spätestens jetzt sollte alles noch einmal überprüft werden.



Diese zwei Seitenansichten sollen dabei helfen.



Nun kann die LED entweder direkt eingelötet werden oder über ein Kabel angeschlossen werden.
Achtung: Bei der LED muss das längere Anschlussbeinchen oben angelötet werden, das kürzere ist unten !



Alles zusammen sollte nun so aussehen.



Nun wird noch die Drossel eingelötet, hier gibt es diverse Ausführungen, es gehen alle, wichtig ist nur der
Wert, der soll 220 µH (mikroHenry) betragen. Nun vorsichtshalber noch einmal alle Bauteile mit den Fotos
vergleichen und somit sicherstellen, das kein Fehler im Aufbau ist. Die Unterseite auch gleich mal auf mögliche
Kurzschlüsse durch verspritzes Lötzinn überprüfen, einmal mehr Prüfen schadet nicht und macht die Sache sicherer.
Nur zur Info, die hier gezeigte Drossel hat die normale Bauform aber den falschen Wert, ich habe die hier nur zur
Demonstration eingesteckt. Den richtigen Wert habe ich gerade nicht hier, um die Dokumentation fertig stellen zu
können habe ich mir selber eine Drossel auf einen Amidon Ferrit Kern gewickelt und dann in die Platine eingelötet.



Nun wird noch das Stromkabel angelötet, Minus ist ganz rechts unten und Plus ist ein Loch darüber.
Die Schaltung ist sehr Nachbausicher und sollte eigentlich auf Anhieb funktionieren, falls nicht, einfach noch einmal
wirklich alles und vor allem die Lötstellen und die Bestückung kontrollieren, da ist dann etwas falsch gemacht worden.

Im Prinzip ist es Egal, in welcher Reihenfolge die Komponenten eingelötet werden, das kann jeder so machen
wie er will, die oben genannte Reihenfolge dient hauptsächlich einem einfachen und klarem Aufbau bzw. Nachbau.

Benötigte Teile:
Ein kleines Stück einer Lochrasterplatine.
1 Stück Widerstand 12 Ohm, 0,25 Watt. ( Siehe auch technische Daten weiter unten )
1 Stück Widerstand 150 Ohm, 0,25 Watt.
2 Stück Widerstand 1.800 Ohm, 0,25 Watt
2 Stück Kondensator 1 nF, Rastermaß 5mm.
1 Stück Elektrolyt Kondensator 22µF, 16V.
1 Stück Drossel / Induktivität 220µH.
2 Stück Transistor BC 547C, es kann auch jeder andere NPN Transistor dafür verwendet werden.
1 Stück Superhelle Rote LED, ca. 4.000 mcd. ( Jede LED kann verwendet werden ! )
1 kleines Stück Arbeitswut und Motivation sowie Lötkolben, Lötzinn und so weiter.

Die oben genannten Bauteile sind wirklich überall im Elektronikhandel erhältlich und es sind Standart Bauteile,
die Kosten für alle Teile liegen bei wenigen Euro, wenn Ihr einen Kollegen habt welcher mit Elektronik bastelt
bekommt Ihr die Teile vieleicht sogar geschenkt oder gegen ein Bierchen oder so.


Noch einige technische Daten zu der Schaltung:
Es handelt sich dabei um eine normale Multivibrator Schaltung, welche an 1,5V angepasst wurde, anstelle
des zweiten Kollektorwiderstandes ist die Spule eingefügt, welche im Betrieb die höhere Spannung liefert.
Die Stromaufnahme der Schaltung liegt bei ca. 30mA, mit der gezeigten Monozelle
währe die ununterbrochene Brenndauer der Lampe weit über 100 Stunden.
Der 12 Ohm Widerstand dient der Strombegrenzung, damit die LED nicht überlastet wird. Bei einer roten LED
ist er Notwendig, wenn entweder 2 Rote LED's in Serie (Das geht ohne Probleme!) geschaltet werden um die
Lichtstärke zu erhöhen oder aber eine weisse LED verwendet wird kann dieser Wert reduziert werden bzw.
der Widerstand ganz entfallen. Ich empfehle auf jeden Fall bei einer Modifikation, den durch die LED('s)
fliesenden Strom zu messen und sicherzustellen, das die LED nicht mit zu hohem Strom betrieben wird.
Ein Anhaltswert von mir: 2 Rote LED's = 4,7 Ohm, eine Superhelle Weisse LED = ca. 2 Ohm.

Nun wünsche ich allen Nachbauern ein gutes gelingen und viel Spaß damit. ** CS Raimund **
Beitrag von Raimund Hilz, erstellt am 10. April 2004